Warum wir tun, was wir tun.
Die Kommunikation und die Medienwelt im Maklermarkt wandeln sich. Was viele Jahre als etabliert galt, funktioniert immer weniger. Eine Vielzahl neuer medialer „Touchpoints“ - zumeist digitale - sind entstanden, und fast täglich werden es mehr. Das Tempo, in dem sich auch dieses Rad dreht, steigert sich gefühlt exponentiell. Zugleich treiben den „Vertriebsweg Makler“ diverse Megatrends.
Wie allokiert man als Gesellschaft, als Pool, als Dienstleister der Branche das B2B-Budget sinnvoll, wirkungsvoll, messbar? Der Maklerblog versteht sich als Antwort auf diese Frage. Eine von einigen, und eine starke. Warum, das erkläre ich in den nächsten kurzen Worten.
Flashback
Über 16 Jahre ist es nun her, dass ich - aus ganz anderen Branchen wie Verlag, Telekommunikation, Retail, E-Commerce - in die Versicherungswelt eintauchte. Es waren die legendären Vertriebs-Symposien der traditionsreichen Firma Maxpool an der mallorquinischen Südostküste, bei denen ich einige Jahre lang im Kontext meiner damaligen Partnerschaften zu Gast sein durfte. (Randnotiz: Ganz lieben Dank an Carsten Möller, der das hier vielleicht liest, für die schöne Zeit und die unvergesslichen Erinnerungen!)
Damals waren der Maklermarkt und die Branche noch eine ganz andere, eine durchaus derbe, unverhohlen maskuline und dennoch fast pittoreske Welt. Weit physischer und analoger, sehr viel weniger online, obwohl andere Branchen ja schon längst digitale Benchmarks setzten. Die berüchtigten Schneeschieber als Giveaway eines Ausstellers auf der DKM sind nur eines der vielen Schlaglichter aus jener Zeit, die heute der eine oder die andere als nostalgisch, die Jüngeren der Branche aber vielfach als skurril in Erinnerung haben.
Maklerbetreuung fand via Autobahn statt, Incentives kannten nur selten Compliance, mal las auf Papier gedruckte Magazine, und Social Media brandmarkten Marketingentscheider als „Teufelszeug“. Vertrieb lebte zu weiten Teilen von „Ellenbogen“, der All-in-One-Makler war noch beinahe omnipräsent, und die statische HTML-Homepage war in der Branche ebenso verbreitet wie die beruflich genutzte T-Online-Mailadresse. Vorstände in Sneakern? Undenkbar!
Timelapse
16 Jahre später - noch gar nicht so lange her, will man meinen. Und dennoch haben sich Versicherungswirtschaft und Maklermarkt um gefühlte 180 Grad gedreht: Digital. Kooperativ. Fokussiert. Hoch spezialisiert. Nur der Ruf ist noch etwas verkrustet - zu Unrecht, wie wir alle wissen. Gerade Maklerunternehmen sind heute die heimlichen Schnellboote der Branche. Ganz häufig unverzichtbare Innovationstreiber, Ideengeber, sensible Seismografen und Entwicklungspartner von Gesellschaften, Pools und anderen Playern.
Outlook
Dieser neue Maklermarkt braucht ein komplett neues Medienverständnis. Medien, die verbinden statt zu werben. Medien, die Stimme geben statt zu überstimmen. Authentisch statt copy-paste. Auf Augenhöhe statt top-down. In denen Maklerinnen und Makler als Transformatoren der Branche einen Namen tragen - und nicht nur eine Nummer. Echter Inhalt. Substanz. Persönlichkeit. Keine Fakes. Und das, obwohl - oder gerade weil - wir im Maklerblog KI als Werkzeug an so vielen Ecken und Enden einsetzen.
Der Maklerblog - und das, was wir aus ihm noch entwickeln - ist das erste kollektive, solidarische Multikanal-Medium der Branche. Oder kurz: von Euch für Euch.
La Revolucion kehrt zurück. Dass ich das als Kind der 70er und 80er noch erleben darf …
Hier gehts zum letzten Artikel der Reihe: Project Tomorrow: Wie kreative Makler die Branche ganz neu denken