Was hat dein Hobby mit deinem Job als Makler zu tun? Auf den ersten Blick vielleicht gar nichts. Doch rückblickend war genau das mein Gamechanger. Denn wer sein Hobby zum Job macht, gewinnt auf ganzer Linie: an Glaubwürdigkeit, an Freude und ja – auch an finanziellen Möglichkeiten.
Leidenschaft trifft Beratung
Ich kenne viele Kolleginnen und Kollegen, die ihre Freizeit strikt vom Job trennen. Hobby ist Hobby, Arbeit ist Arbeit. Kann man machen, keine Frage. Aber wenn du eine Zielgruppe richtig verstehen willst, gibt es keinen besseren Zugang als dein Hobby. Bei mir waren es Football und Handball, Sportarten, in denen ich selbst aktiv bin und deren Welt ich kenne. Statt am Wochenende zwischen Couch und Büroarbeit hin und her zu wechseln, verbrachte ich die Zeit mit genau den Menschen, die heute meine Kundinnen und Kunden sind. Das bedeutet nicht, dass ich jedes Spiel mit der Absicht besucht habe, Kunden zu gewinnen. Es ging immer um den Sport, den Spaß, die Gemeinschaft.
Kein Networking – einfach nur Spaß
Die Gespräche auf dem Spielfeldrand, in der Kabine oder bei Auswärtsfahrten waren keine Kundentermine. Und genau das machte sie wertvoll. Ich habe nie aktiv „genetzwerkt“. Ich war einfach ich selbst: der Sportler Bene, der zufällig auch Makler ist. Authentischer geht’s nicht. Irgendwann fingen Leute an, mich direkt anzusprechen: „Hey Bene, du kennst dich doch damit aus, kannst du mir helfen?“ Das waren keine Leads, das waren Freunde, Bekannte, Vereinskollegen. Das ist nicht Akquise – das ist Vertrauen. Vertrauen, das nicht künstlich erzeugt wird, sondern natürlich wächst.
Warum diese Kunden so wertvoll sind
Kundinnen und Kunden, die dich über dein Hobby kennen, diskutieren nicht über fünf Euro Beitragserhöhung. Sie vertrauen dir. Sie wissen, dass du ihre Welt verstehst. Es gibt keine erklärungsbedürftigen Situationen, keine Missverständnisse. Diese Kundenbeziehung ist geprägt von Klarheit, Nähe und vor allem Wertschätzung. Und genau das macht diese Beziehungen so wertvoll. Ein weiterer Vorteil: Empfehlungen kommen von ganz alleine. Freunde erzählen Freunden, Mannschaftskollegen empfehlen dich weiter. Das ist der beste Vertriebsweg, den es gibt – und er kostet nichts, außer Leidenschaft für das, was du ohnehin liebst.
Wenn das Hobby die Beratung verbessert
Ein weiterer Vorteil: Deine Beratungskompetenz steigt automatisch, wenn du mit der Zielgruppe auf einer Wellenlänge bist. Ich berate keine „abstrakten“ Kundinnen und Kunden. Ich berate Sportlerinnen und Sportler, deren Alltag ich kenne, deren Probleme ich selbst erlebt habe. Kreuzbandriss? Weiß ich, was das bedeutet – sportlich und finanziell. Berufsunfähigkeit im Sport? Kein abstraktes Produkt, sondern existenzielle Absicherung. So entsteht Beratung auf Augenhöhe – und das merken die Leute sofort. Ich kenne die Herausforderungen eines Sportlers: Trainingsalltag, Verletzungen, Karriereängste, Sponsoring-Themen. All diese Details helfen mir, Produkte anzubieten, die nicht nur verkaufen, sondern echte Lösungen bieten.
Langfristige Kundenbindung durch geteilte Leidenschaft
Die Verbindung, die durch ein gemeinsames Hobby entsteht, hält oft ein ganzes Berufsleben lang. Denn geteilte Interessen schaffen tiefe, emotionale Verbindungen. Kundinnen und Kunden fühlen sich bei mir nicht wie Nummern, sondern wie Teamkollegen. Diese persönliche Ebene sorgt dafür, dass ich langfristige Beziehungen aufbaue, die weit über reine Versicherungsverträge hinausgehen. Mein Geschäft wird so zu einem Netzwerk echter Freunde und Bekannter, die sich gegenseitig unterstützen und austauschen. Genau diese langfristige Bindung ist in unserer Branche Gold wert.
Werde sichtbar da, wo du eh schon bist
Dein Hobby ist mehr als Freizeitgestaltung. Es ist die Grundlage für echte, tiefe Kundenbeziehungen, die sich finanziell und persönlich auszahlen. Nutze deine Leidenschaft, werde authentisch sichtbar und lass dein Hobby für dich arbeiten. Denn nur wer wirklich liebt, was er tut, macht seinen Job richtig gut.
Mein Tipp an dich:
Hör auf, dein Hobby als Ausgleich zum Job zu sehen. Mach dein Hobby zum Teil deiner beruflichen Identität. Such dir Kundinnen und Kunden, mit denen du sowieso gerne Zeit verbringst. Die Folge: mehr Freude, bessere Beratung, höhere Zufriedenheit. Und ja, am Ende auch mehr Umsatz. Versprochen.
Titelbild: © Benedikt Deutsch
Hier geht es zum nächsten Artikel dieser Reihe: Zielgruppenfokus als Gamechanger – Warum Spezialisierung immer gewinnt