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Wachsen, wo andere noch nicht sind

Tiersegmente jenseits von Hund und Katze, Kooperationen als Wachstumstreiber und was wirklich beim Markteinstieg hilft

  • 3. Juli 2026
  • Lennard Schwarzer
Lennard Schwarzer

Inhaltsverzeichnis für diesen Beitrag

Wer bei der Tierkrankenversicherung nur an Hund und Katze denkt, hat den Markt noch nicht vollständig verstanden. Es gibt einige weitere Segmente, die in der Breite kaum gespielt werden, und Wege, den Zugang zur Zielgruppe deutlich zu beschleunigen. 

Pferd: die nächste logische Stufe

Wer Hunde und Katzen berät, sollte als nächstes das Thema Pferd in den Blick nehmen. Das ist in meinen Augen die naheliegendste Erweiterung, und sie funktioniert gut, weil die Zielgruppe verhältnismäßig einfach zu identifizieren ist. Eine Pferdehalter-Haftpflichtversicherung ist ein natürlicher Einstiegspunkt. Wer dort schon unterwegs ist, kann die Beratung direkt erweitern.

Die Dynamik ist ähnlich wie bei Hund und Katze: hohe emotionale Bindung, ausgeprägte Bereitschaft zur Absicherung und ein Kostenbewusstsein, das in der Regel durch eigene Erfahrungen mit Tierarztrechnungen bereits vorhanden ist. Das Segment ist zwar etwas spezialisierter, aber mit dem richtigen Wissen gut zugänglich. Was außerdem hinzukommt: Pferde und ihre Haltung sowie (medizinische) Versorgung sind zumeist sehr kostspielig. Halterinnen und Halter wissen also, wie wichtig eine Absicherung für den Ernstfall ist.

Kaninchen, Vögel, Exoten 

Jenseits von Pferd, Hund und Katze wird es noch etwas selektiver, aber nicht weniger spannend. Kaninchen sind noch gut handhabbar, ebenso bestimmte Vogelarten wie Papageien. Bei sehr spezifischen Tieren – wie Vogelspinnen, Schlangen oder seltenen Exoten – ist die Zielgruppe so klein, dass regionale Sichtbarkeit kaum mehr ausreicht.

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Wer dort beraten will, braucht überregionale Reichweite. Und die geht aus meiner Sicht nur mit konsequentem Social-Media-Einsatz. Aber: Wenn diese Reichweite funktioniert und man sich einen Namen macht, kann das durchaus lukrativ werden.

Übrigens: Falls dies zufällig jemand liest, der eine Vogelspinne besitzt: Melde dich gern bei mir! Den Fall würde ich mir tatsächlich gern mal anschauen… 😉 

Kooperationen: der stärkste Wachstumshebel

Wer im Tierkrankenversicherungsgeschäft wirklich wachsen will, kommt auch an Kooperationen nicht vorbei. Sie sind für mein Finanzmakler Team der wichtigste Wachstumstreiber, weil sie neue Kundenpotenziale genau dort zugänglich machen, wo die Zielgruppe ohnehin schon ist.

Tierarztpraxen sind dabei besonders wertvoll, weil sie Vertrauen mitbringen. Eine Empfehlung aus der eigenen Tierarztpraxis hat eine andere Qualität als jede Kaltansprache.

Tierfachgeschäfte liefern zudem Sichtbarkeit und Reichweite. Und Hundeschulen sowie Hundevereine (das ist für uns gerade ein wachsendes Feld) bringen eine Zielgruppe mit, die nicht nur Interesse hat, sondern auch aktiv vernetzt ist.

Wie eine Kooperation wirklich aussieht

Eine entsprechende Kooperation mit einer Tierarztpraxis beginnt mit einem Gespräch und mit der Frage, wie eine echte Win-win-Situation für beide Seiten aussehen kann. Die Zusammenarbeit kann unterschiedlich tief gehen. Niedrigschwellig: Flyer im Wartebereich, ein Hinweis auf der Rechnung. Tiefer: Roll-ups, Buchungslinks, über die Kundinnen und Kunden sich direkt bei unseren Beraterinnen und Beratern einbuchen können. Und in der intensivsten Form: Schulungen des Praxispersonals, damit die Ansprache wirklich sitzt.

In München kooperieren wir mit mehreren Praxen, bei denen unser Hinweis auf jeder Rechnung und in jeder E-Mail-Signatur steht. Das ergibt eine Schlagzahl, die organisch kaum erreichbar wäre. Die Kombination aus dem Vertrauen in die Praxis plus Reichweite macht den Unterschied.

Wie der Einstieg gelingt: meine Empfehlung

Wer das Segment bisher noch nicht gespielt hat, sollte mit einer klaren Reihenfolge starten: zurerst einen Marktüberblick verschaffen und Fachwissen aufbauen. Es gibt nicht viele wirklich gute Tarife. Wer den Markt kennt, merkt das schnell. Dann: den eigenen Bestand auf Potenziale prüfen. Wer hat Hunde, Katzen, Pferde? Das lässt sich mit den richtigen Auswertungen gut identifizieren, für Hund und Pferd beispielsweise auch über eine bestehende Tierhalterhaftpflicht.

Fazit: Beziehungsgeschäft, nicht Produktgeschäft

Tierkrankenversicherung ist kein klassisches Produktgeschäft. Es ist ein Beziehungsgeschäft.

Wer das verstanden hat, versteht auch, warum Tierhalterinnen und Tierhalter so empfehlungsstark sind: Sie kennen andere Tierhalter, tauschen sich aus, reden weiter. Wer in diesem Segment gut berät, wächst – oft ohne es aktiv zu forcieren.

Hohe Kundenbindung, echtes Cross-Selling-Potenzial, eine Zielgruppe, die loyal ist und empfiehlt: Das ist der eigentliche Wert dieses Segments. Wer das früh erkennt, baut sich eine Spezialisierung auf, die langfristig trägt.

Titelbild © Lennard Schwarzer

  • Tierkrankenversicherung
  • Familien, Tierhalter

Häufige Fragen

Warum kann Tierkrankenversicherung für Maklerinnen und Makler ein attraktives Wachstumsfeld sein?

Tierkrankenversicherung bietet Spezialisierungspotenzial, weil der Markt noch nicht in allen Vertriebsmodellen gleich stark besetzt ist und emotionale Kundennähe mit erklärungsbedürftigem Bedarf zusammenkommt. Für Maklerinnen und Makler entsteht daraus die Chance, sich in einem klar umrissenen Beratungsfeld sichtbar zu positionieren.

Welche Rolle spielen Kooperationen beim Wachstum in der Tierkrankenversicherung?

Kooperationen können Reichweite, Vertrauen und Zugang zu neuen Kontaktpunkten schaffen, etwa über Netzwerke, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren oder angrenzende Marktteilnehmer. Für Maklerinnen und Makler sind sie vor allem dann interessant, wenn sie Spezialisierung nicht nur fachlich, sondern auch vertrieblich nutzbar machen. Diese Einordnung ist aus Titel und Themenlabel abgeleitet.

Wann lohnt sich für Vermittlerinnen und Vermittler der Aufbau einer Nische in der Tierkrankenversicherung?

Eine Nische lohnt sich dann, wenn wiederkehrende Beratungsfragen, klare Zielgruppenansprache und ein belastbarer Marktzugang zusammenkommen. Für Vermittlerinnen und Vermittler wird Spezialisierung vor allem dann wirtschaftlich interessant, wenn Prozesse, Kommunikation und Partnerstrukturen auf das Thema abgestimmt sind. Die Schlussfolgerung stützt sich auf den sichtbaren Themenrahmen des Beitrags.

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Autor

Lennard Schwarzer

Lennard Schwarzer ist Finanzmakler einer neuen Generation. Mit Sitz in Hannover begleitet er junge Erwachsene deutschlandweit – ehrlich, verständlich und unabhängig. Sein Ziel: Finanzberatung, die wirklich ins Leben passt.
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Cleos Welt

Cleos Welt ist ein digitaler Assekuradeur mit Fokus auf innovative Tierversicherungen für Hunde, Katzen und Kleintiere. Das Unternehmen bietet flexible, leistungsstarke Versicherungslösungen mit digitalem Abschluss, schneller Schadensabwicklung und modernen Zusatzleistungen. Ziel ist es, Tierhaltern einen einfachen, transparenten und zuverlässigen Schutz für ihre Tiere zu bieten.
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