Als wir vor ein paar Monaten begannen, ein eigenes Eventformat für die Maklerblog-Community zu entwickeln, hatten wir eine sehr spezielle Idee im Kopf. Kein Kongress, keine Roadshow. Kein Podium, keine Folienparade. Und auch nicht jene kurzen Pausengespräche an Stehtischen. Stattdessen: ein Ort, an dem Expertinnen und Experten aus Maklerunternehmen mit Fachleuten von Gesellschaften auf eine Weise ins Gespräch kommen können, wie es in unserem hektischen Branchenalltag im Grunde nie geschieht. Tief, auf Augenhöhe, in besonderer Atmosphäre und vor allem: mit viel Zeit und Ruhe.
In dieser Woche war Premiere. Wir waren ganz schön aufgeregt. Drei Tage, achtzehn Baumhäuser, rund dreißig Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Und all das mitten im Wald von Tripsdrill.
Das muss man sich erstmal trauen
So ein erstes Mal ist ja auch immer ein kleines Risiko in sich. Gemeinsam mit der BarmeniaGothaer und der DELA hatten wir einen klaren Anspruch: keine Bühne, keine Frontalvorträge, keine Produktshow. Stattdessen Etappen, Dialogformate, Co-Creation, echte Mehrwerte. Wer ein solches Format will, muss neu denken. Und damit auch die vertraute Sicherheit eines üblichen Konferenzsettings aufgeben.
Dass genau dieser Mut bei den Teilnehmenden angekommen ist, zeigte sich später in vielen Rückmeldungen. Marcus Knispel, Spezialist für PKV und Fachautor auf dem Maklerblog, brachte es so auf den Punkt:
„Das sind genau die Events, von denen wir viel, viel mehr brauchen in unserer Branche.“
Für den Maklerblog war es zugleich die erste Branchenveranstaltung im eigenen Ökosystem. Wer am Mittwochabend zum Baumhaus-Resort anreiste, erlebte eines recht schnell: Dieser Ort erdet. Schotterwege, hohe Bäume, Sonnenlicht zwischen frischem Grün. Dazwischen die Baumhäuser in den Kronen. Wer klassische Branchenkonferenzen gewohnt war, musste dieses Setting erst mal einsortieren.
Und dann kam genau das, was wir uns gewünscht hatten: Eis war keines zu brechen. Schon beim „Wilderer-Grillen", wo die Gäste ihr Abendessen über offenem Feuer brutzelten, kam man in intensiven Austausch, für die förmliche Begrüßungsrunden nicht reichen. Es entstand genau das Klima, das wir an guten Branchenabenden zuweilen erleben, hier aber als Normalzustand: ehrliche, unmaskierte Fachgespräche. Lagerfeuer als optische und olfaktorische Kulisse.
Etappen statt Timetable
In den zwei folgenden Tagen lebte der Spirit fort. Wir hatten den RiskTrail bewusst entlang von Etappen gebaut, nicht von Themen. Settings, die Mitdenken fordern und fördern, anstatt nur Informationen zu transportieren. Tarif-Fishbowl, The Walking Expert, Forest Awakening, Speed Geeking, Camp Fire. Hinter jedem dieser Etiketten stand eine Anordnung von Menschen, Zeit und Raum, in denen das Gespräch sich entfalten kann.
Inhaltlich lag der Fokus auf der ganzheitlichen Risikovorsorge: PKV, Biometrie, Todesfall- und Hinterbliebenenvorsorge, aber auch Themen wie Bestandssicherung, Marketing, Technologie und KI. Spartenübergreifend, aus Kundenperspektive, und mit jener Leitfrage, die wir den Teilnehmenden zum Einstieg mitgegeben hatten: Was können wir ab Montag besser machen?
Die Antworten waren, anders als man bei einer solchen Frage befürchten könnte, selten pauschal. Sie waren konkret. Sie betrafen die Stelle im Beratungsgespräch, an der ein Kunde zum ersten Mal abschaltet, weil Begriffe zu komplex werden. Den Moment, an dem ein Antrag in der Risikoprüfung kippt und man nicht genau weiß, warum. Oder die Frage, wie sich Hinterbliebenenvorsorge ohne Pathos und ohne Unsicherheit erklären lässt. Und immer wieder ging es darum, dass die scheinbar trockenen Themen - Antragsservice, Beitragsstabilität, Bedarfsklärung - ebenso bedeutsam sind wie Produktqualität und Kundengewinnung.
Dass genau dieser Tiefgang möglich wurde, hob auch Tom Härtel von Infinakon hervor:
„Man geht eben mal nicht nur über Produkte und Vertrieb, sondern in die Tiefe und versteht, warum Dinge so gehandhabt werden. Das ist ein Mehrwert, den man sonst auf Messen oder Tagungen nicht hat.“
Beeindruckt zeigte sich auch Saskia Ostermann, Leiterin Geschäftsfeldentwicklung Krankenvollversicherung bei der BarmeniaGothaer:
„Man merkt an den wirklich hochprofessionellen Fragen und Ideen: Da steckt etwas dahinter.“
Gemeinschaft statt Teams-Call
Hinzu kamen die kleinen Momente, die das Programm nicht vorgesehen hatte, sondern der Ort. Die Wolfs- und Waschbärfütterung im Wildgehege. Die unerwartete Begegnung mit Bergziegen während der Morgenrunde. Der Nagelbalken mit heiterem Fachbegriffe-Erklären.
Und bei allem: ein Wetter, das uns die Sache so leicht gemacht hat, wie ein Maiende in Baden-Württemberg es nicht immer tut. Sonne, an den Mittagen solide dreißig Grad, abends mild genug, um draußen zu sein und dem Wolfsgesang zu lauschen. Wer schon einmal eine Outdoor-Veranstaltung im Regen erleben musste, der weiß, wie viel Glück wir hatten.
Doch der besondere Rahmen war nie Selbstzweck. Vielmehr schuf er eine Atmosphäre, die Offenheit und ehrlichen Austausch begünstigte. Johann Gräbner, Geschäftsführer der Versuro Insurance Broker GmbH und Fachautor auf dem Maklerblog, formulierte es so:
„Man hat das Gefühl, dass man hier gehört, gesehen und ernst genommen wird.“
Zu den besonders bewegenden Momenten gehörte für viele Teilnehmende auch der Beitrag von Anja Eschweiler, Geschäftsleiterin Förderverein beim Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf. Shahryar Honarbakhsh, Geschäftsführer der Beamtenservice.de GmbH und Fachautor auf dem Maklerblog, sagte dazu:
„Das Projekt von Anja hat mich noch mal echt geerdet. Das ist nicht selbstverständlich, dass man auf einer Veranstaltung jemanden mitbringt, der davon erzählt.“
Ein großes Dankeschön
Events sind immer Teamleistungen. Bei den beiden Gesellschaften, mit denen wir das Format gestalten durften, bedanke ich mich für ein Vertrauen, das in unserer Branche keineswegs selbstverständlich ist. Und ebenso für den tollen fachlichen Rahmen. Sie haben sich auf ein Setting eingelassen, das sie nicht in die gewohnte Senderposition stellte, sondern in den Dialog brachte. Beides verlangt Mut und Engagement. Die BarmeniaGorthaer und die DELA haben sie gezeigt. Dankeschön, Marina Valinger, Georg Birkenstock, Andreas Weigt, Denise Bryx, Dirk Smiejkowski, Beate Dell und Saskia Ostermann!
Dass dieser Dialog auch für die beteiligten Gesellschaften wertvoll war, brachte Dirk Smiejkowski, Key Account Manager bei DELA, auf den Punkt:
„Ich glaube tatsächlich, dass wir hier Ideen bekommen haben, die dazu führen, dass neue Produkte entstehen.“
Den großartigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Maklerunternehmen danke ich für einen Einsatz, mit dem in dieser Dichte und Offenheit nicht selbstverständlich zu rechnen war. Wer sich auf ein neues Format einlässt, trägt auch einen Teil des Wagnisses mit und investiert etwas besonders Kostbares: die eigene Zeit. Ganz lieben Dank an alle, die unserem Ruf gefolgt waren!
Und vielleicht fasste Beate Dell, Leiterin Antragsservice bei der BarmeniaGothaer, am treffendsten zusammen, warum der RiskTrail funktioniert hat:
„Wenn man keinen Vortragscharakter hat, sondern Workshop-Charakter, dann steht und fällt es mit denen, die teilnehmen.“
Mein ganz besonderer Dank aber gilt unserem Team bei NewFinance. Allen voran Karin, die das Konzept RiskTrail nicht nur entwickelt, sondern bis in die kleinsten kreativen Details durchdacht und realisiert hat. An Ilona und Sabrina, die mit uns vor Ort waren und die komplexe Logistik dieses Formats mit einer wunderbaren Mischung aus Präzision und Wärme getragen haben. Ohne euch hätte das, was hier geschehen ist, nicht stattfinden können. Und natürlich an unser Redaktions- und Digitalteam mit Peter, dem die jüngsten Wochen so einiges abverlangt haben, sowie Juliana, Lara und Sascha für die tolle mediale Begleitung.
Es ist ein besonderes Signal, wenn man schon am letzten Abend einer Premiere die Skizze für das kommende Jahr im Kopf hat. Genau dort stehen wir. Der RiskTrail 2027 wird kommen. Wieder fokussiert, wieder dicht, wieder an einem besonderen Ort. Der trägt und nicht nur als Kulisse dient. Wo das geschehen wird, das behalten wir noch eine Weile für uns. Nur so viel sei verraten: Es wird mit Sicherheit kein Konferenzzentrum sein.
Nach dem Trail ist vor dem Trail
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenFür den Moment aber bleibt eine zufriedene Müdigkeit, ein Notizbuch voller Eindrücke und Ideen, ein Netzwerk, das weit mehr ist als eine WhatsApp-Gruppe. Und die Gewissheit, dass es sich immer lohnt, neue Wege zu gehen und zu ebnen.







































Hallo Rainer,
besser kann man die drei Tage nicht zusammenfassen.
Gruß Thomas