„Plattform“ ist zum Verlegenheitswort geworden: Jedes Haus trägt es im Munde. Wer Qualität messbar machen will, muss von der Behauptung zur Überprüfung kommen. Es gibt vier Merkmale, an denen sich das festmachen lässt.
Vier Merkmale, vier Prüfsteine
Wenn ich Plattformqualität messbar machen müsste, würde ich sie an vier Faktoren orientieren. Erstens: Integrationstiefe über alle Sparten hinweg. Zweitens: Verlässlichkeit und Aktualität der zugrunde liegenden Daten. Drittens: nachweisliche Skalierbarkeit unter der realen Last des Arbeitsalltags - nicht im Prospekt, sondern im Betrieb. Und viertens: Geschwindigkeit, also Antwortzeiten im Alltag. Wie schnell bekomme ich die Daten, und wie valide sind sie?
Diese vier Punkte sind keine Geschmacksfrage. Sie lassen sich prüfen. Genau das unterscheidet eine Plattform, über die man redet, von einer Plattform, mit der man arbeitet.
Warum sich alles vom Produkt zum Prozess verschiebt
Maklerbefragungen zeigen es deutlich: Beratungs- und Prozesssoftware ist heute wichtiger als reine Produktqualität. Was sagt das über die Anforderungen an eine Plattform? Vor allem dies: Ob ein Tarif theoretisch der allerbeste ist, tritt in den Hintergrund. Produkte haben alle ein vergleichbares Qualitätsniveau erreicht.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDer Unterschied entsteht in der Beratungssoftware: darin, wie schnell, wie praktisch, wie korrekt und vor allem wie haftungssicher ich einen Vorgang in meinen Kundenprozess integrieren kann. Die Plattform ist zum eigentlichen Differenzierungsmerkmal geworden. Nicht das Produkt entscheidet, sondern die Frage, wie haftungssicher und elegant die Beratungsprozesse in die Plattform eingebettet sind.
Selbst gebaut oder zugekauft
Wir haben uns vor vielen Jahren bewusst entschieden, einen großen Teil unserer Technologie selbst zu entwickeln. Das ist kein Selbstzweck. Zugekaufte Technologie ist oft schneller verfügbar, schneller startklar. Aber begrenzt in der tiefen Integration. Eigene Entwicklung braucht im Aufbau länger. Dafür ist sie später in Integrationstiefe, Kontrolle, Verlässlichkeit und Roadmap deutlich überlegen.
Wir haben uns also entschlossen, manchmal etwas länger zu brauchen, eben weil das Ergebnis am langen Ende tragfähiger ist. Software, die sehr tief integriert ist, lässt sich nicht durch eine schnell angedockte Lösung ersetzen. Den Unterschied spürt der Nutzer nicht nur am ersten Tag. Er spürt ihn auch an jedem Tag danach.
Was Bank-Audits über eine Maklerplattform verraten
Wir liefern dieselbe Plattform, die unsere Makler nutzen, auch an große Banken und Versicherer. Das ist mehr als eine Referenz. Diese institutionellen Partner auditieren unsere Plattform. Sie prüfen Datenschutz, Löschkonzepte, Prozesse. Bevor etwas ausgerollt wird, werden alle Abläufe modelliert und abgenommen. Unsere Plattform wird jedes Jahr geprüft, unabhängig, von verschiedenen Gutachtern.
Für jeden weiteren Nutzer bedeutet das eine stille, aber wertvolle Sicherheit: Er arbeitet auf einer Infrastruktur, die unter der Last und den Anforderungen großer institutioneller Partner besteht - und die zugleich ebenso für kleinere Einheiten gebaut ist. Wer diese Härtetests besteht, muss sie nicht behaupten.
Ein Wort noch zur Verzahnung von Abwicklung und Daten, weil sie für die Leistungsfähigkeit einer Plattform entscheidend ist. Abwicklung ohne verlässliche Daten funktioniert nicht – shit in, shit out, um es deutlich zu sagen. Erst die Verzahnung schafft echte Mehrwerte und macht den Prozess durchgängig.
Was live ist und was Roadmap
Software, das ist allgemein bekannt, ist ja nie wirklich fertig. Beginnen wir mit dem, was live ist: sämtliche Prozesse in unserem iCRM. Die KI-gestützte Tarifauskunft über den JDC Companion ist live, die automatische Bestandsbewertung über den TarifPilot ebenfalls. Mit JOY haben wir einen KI-Agenten für das iCRM in Betrieb genommen, über den der Berater per Sprachmodell Aufträge erteilen kann, die dann im System abgewickelt werden. In Kürze kommt ein ganz persönlicher KI-Helfer, den der Makler selbst konfigurieren kann und der ihn bei administrativen Tätigkeiten und sogar im Kundendialog unterstützt.
Was die nächsten Releases ausmachen wird, lässt sich kaum seriös vorhersagen. Die Geschwindigkeit der Entwicklung ist so hoch, dass aus einer Idee schon binnen Wochen ein Feature werden kann. Wichtig ist die Richtung, nicht die einzelne Funktion: Alles, was wir bauen, ist darauf ausgerichtet, den Makleralltag einfacher und automatisierter zu machen und die Profitabilität des Maklers zu erhöhen. Wer eine Plattform testen will, bevor er wechselt, sollte deshalb drei Fragen stellen: Wie viele Sparten stehen mir tatsächlich zur Verfügung, und passt das zu meinem Geschäftsmodell? Wie verlässlich ist die zugrunde liegende Datenbasis? Und: Wer nutzt diese Infrastruktur heute schon, wie hält sie unter Dauerlast?
Mein Kriterium Nummer eins für eine gute Maklerplattform: Wie haftungssicher und wie schnell integriert sie verlässliche Daten in den Beratungsprozess – jeden Tag, unter realer Last.
Titelbild © JDC