Dritte Folge der Videoreihe „One on One“ mit Roland Aue von der Nürnberger Lebensversicherung AG und Guido Babinsky von der CORLEOS GmbH, moderiert von Dr. Rainer Demski: Im Mittelpunkt steht der BU-Leistungsfall und die Frage, warum digitale Prozesse und Dokumenten-Uploads in der Praxis vielerorts noch fehlen.
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Mehr InformationenBU-Leistungsfall: 500 Seiten Papier statt digitaler Strecke
Guido Babinsky beschreibt, wie Leistungsanträge mit teils 500 Seiten Papier weiterhin per Post verschickt werden, während einige Versicherer im BU-Leistungsfall nicht einmal E-Mail-Kommunikation zulassen. Für eine neutrale Dritte wie CORLEOS gebe es laut Babinsky bislang nirgendwo einen digitalen Dokumenten-Upload:
„Wir sind, wie man so schön sagt, immer noch bei 'Willkommen in den Neunzigern'.“
Er nennt konkrete Zahlen: eine durchschnittliche Bearbeitungsdauer, die sich branchenweit von 183 auf 212 Tage verschlechtert hat, und plädiert eindringlich für digitale, datenschutzkonforme Lösungen.
Digitale Einreichungswege könnten einen BU-Leistungsfall beschleunigen und die Bearbeitung umfangreicher Unterlagen vereinfachen. Roland Aue erklärt die Versicherersicht: Die Nürnberger setzt aktuell auf ein Kundenportal mit digitalem Fragebogen, über das aber derzeit erst rund zehn Prozent der Leistungsfälle abgewickelt werden. Der Rest läuft analog und wird im Haus eingescannt. Er sieht das Thema als Investition in die Zukunft, räumt aber auch IT-Ressourcen-Engpässe ein. Auch beim Thema Gutachten kommt die Sprache auf Qualitätssicherung, nachdem Babinsky einen Fall schildert, in dem ein Gutachter offenbar deutlich weniger Zeit mit einem Mandanten verbracht hatte, als im Gutachten dokumentiert wurde.
Hier gehts zur nächsten Folge: „Ein Riesenmehrwert für den Kunden“.
Titelbild © NewFinance