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Die 3 stärksten Hebel der bKV – mit konkreten Verkaufsansätzen

  • Beratung, Produktwelt
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Kimberly Elsholz, Expertin für bKV

Inhaltsverzeichnis für diesen Beitrag

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Mal ehrlich: Ohne Gesundheit läuft nichts. Weder im Job noch privat. Und trotzdem verlassen sich viele Firmen noch komplett aufs gesetzliche System - obwohl da längst riesige Lücken klaffen.

Ich finde: Als Arbeitgeber trägst du Verantwortung. Für deine Leute, für ihre Leistungsfähigkeit und am Ende auch fürs ganze Team. Genau da setzt die betriebliche Krankenversicherung (bKV) an. Sie ist der smarteste Hebel, den du nutzen kannst. Warum? Weil sie sofort wirkt. Direkt bei deinen Mitarbeitenden. Ohne Umweg.

Stell dir vor: Dein Mitarbeiter braucht eine neue Brille. Kein langes Warten, kein finanzieller Aufwand - stattdessen übernimmt die bKV der Firma die Kosten. Das Ganze ist gebrandet, professionell und unkompliziert. Beim nächsten Spieleabend erzählt er begeistert davon. Und was passiert? Deine Firma wird sichtbar - als moderner, fürsorglicher Arbeitgeber, der wirklich etwas für seine Leute tut.

Genau das bleibt hängen. Genau das wird weitererzählt. Genau das ist die Kraft der bKV. Die bKV ist kein langweiliges Versicherungsprodukt, sie ist ein strategischer Hebel mit direktem Impact auf das Herzstück jedes Unternehmens.

Hebel 1: Produktivität steigern & Fehlzeiten senken

Kernaussage: Krankheit kostet. Gesunde Mitarbeiter bringen mehr Umsatz.

Zahlenbeispiel:

Branchenübergreifend fallen pro Mitarbeiter durchschnittlich 22 Krankheitstage bei 250 Arbeitstagen im Jahr an. Geht man von einem Mitarbeiter mit 45.000 € Personalkosten inklusive Sozialabgaben aus, ergeben sich auf folgende Kosten:

45.000 € / 250 AT x 22 = 3.960 €
—> entspricht 8,8 % der Personalkosten

Rechnet man Folgekosten für Produktionsausfälle, Ersatzarbeitskräfte oder organisatorischen Mehraufwand ein, entstehen durchschnittlich Kosten in Höhe von 400 € pro Fehltag:

22 Tage x 400 € = 8.800 €
—> entspricht ca. 19,5 % der Personalkosten. 

Bei einer Unternehmensgröße von 50 Mitarbeitenden summieren sich diese Kosten auf jährlich 440.000 €. 

Wird durch eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) oder betriebliche Vorsorge nur ein einziger Krankheitstag pro Mitarbeiter eingespart, ergibt das bereits ein Einsparpotenzial von:

1 Tag x 400 € x 50 MA = 20.000 € Einsparung pro Jahr

Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2020 

Beratungsansatz

Zeige dem Unternehmer, dass sich Investitionen in Gesundheit messbar rechnen – nicht nur für ihn persönlich, sondern auch im beruflichen Alltag. Digitale Arztzugänge sorgen für schnelle Hilfe ohne lange Wege, sparen wertvolle Zeit und reduzieren Ausfalltage. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und langfristig gesund zu bleiben. Besonders attraktiv: Die Einbindung der Familie, etwa durch hochwertige Kinderbehandlungen oder flexible Online-Sprechstunden, schafft zusätzliche Entlastung und erhöht die Lebensqualität. So wird Gesundheit zu einem echten Erfolgsfaktor.

Hebel 2: Mitarbeiterbindung stärken

Kernaussage: Fluktuation ist teuer – Loyalität unbezahlbar.

Zahlenbeispiel:

Bleibt eine Stelle unbesetzt, entstehen hohe indirekte Kosten durch fehlende Arbeitskraft, Mehrbelastung im Team, Verzögerungen und Produktivitätsverluste.

Am Beispiel einer Altenpflegefachkraft mit 46.250 € Jahresgehalt ergibt sich bei einer durchschnittlichen Vakanzzeit von 288 Tagen und einem Engpassfaktor von 2,8 eine Cost of Vacancy von 149.184 €.

Das entspricht mehr als dem Dreifachen des Jahresgehalts – bei nur einer unbesetzten Stelle.

Ein Unternehmen, das durch gezielte Maßnahmen wie die bKV nur zwei Fachkräfte im Jahr hält, verhindert potenzielle Fluktuationskosten von bis zu:

2 × 149.184 € = 298.368 €

Quelle:  Bundesagentur für Arbeit, Blickpunkt Arbeitsmarkt: Fachkräfteengpassanalyse 2023, Juni 2024. Abgerufen am 30.07.2025, von https://statistik.arbeitsagentur.de/

Beratungsansatz

Wertschätzung zeigt sich nicht nur in Worten, sondern vor allem in Taten – etwa durch gezielte Gesundheitsvorsorge für Mitarbeitende. Wer in Leistungen wie Zahnersatz, Sehhilfen oder stationäre Zusatzleistungen investiert, trifft den Nerv eines zentralen Bedürfnisses: Sicherheit. Gerade in unsicheren Zeiten gewinnt das Thema Gesundheit für viele Beschäftigte stark an Bedeutung. Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) wird dabei zur echten „betrieblichen Gesundheitsgarantie“ – ein starkes Signal der Fürsorge. Besonders wirkungsvoll: Viele Modelle bieten Familienoptionen, sodass auch Partner und Kinder profitieren. Das steigert die emotionale Bindung und zahlt direkt auf Motivation, Loyalität und Arbeitgeberattraktivität ein.

Hebel 3: Mitarbeiter gewinnen – gezielt & regional

Kernaussage: In Zeiten von Fachkräftemangel gewinnt, wer mehr bietet als Obstkorb und Kickertisch.

Analysiere gezielt regionale Jobportale, Zeitungsanzeigen oder LinkedIn – wer sucht aktiv Personal? Genau dort kannst du ansetzen.

Ein beispielhafter Einstieg könnte Folgender sein: „Ich habe gesehen, dass Sie aktuell fünf Stellen ausgeschrieben haben. Wissen Sie, dass Unternehmen mit bKV-Lösungen im Recruiting bis zu 40 % mehr Bewerbungen erhalten?“

Konkrete Verkaufsansätze

Gemeinsam mit dem Kunden lässt sich ein individuelles Employer Branding Paket entwickeln, das gezielt die betriebliche Krankenversicherung (bKV) als attraktives Benefit-Highlight in den Vordergrund stellt. Ob in Jobanzeigen, auf Karriereseiten oder in einer übersichtlichen Benefit-Darstellung – die bKV wird zum klaren Unterscheidungsmerkmal im Wettbewerb um Fachkräfte. Sie signalisiert Wertschätzung und Fürsorge noch vor dem ersten Arbeitstag. Optional lässt sich das Konzept um eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder eine betriebliche Berufsunfähigkeitsversicherung (bBU) ergänzen – für eine ganzheitliche, nachhaltige Vorsorgelösung, die sowohl für Mitarbeitende als auch für Arbeitgeber echten Mehrwert schafft.

Zusätzliche Verkaufsansätze & Tipps für dich als Makler

1. Steuerliche Vorteile als Türöffner nutzen

Die bKV lässt sich steuerlich attraktiv gestalten: entweder als Sachbezug, über die Pauschalversteuerung nach § 37b EStG oder nach § 40 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bei Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitenden. Für Arbeitgeber ist sie damit oft günstiger und wirksamer als klassische Gehaltserhöhungen. Bei Sachbezügen fallen außerdem keine Sozialabgaben an und der Nettoeffekt ist höher.

2. Modularer Tarifaufbau für maximale Flexibilität

Setze auf individuell kombinierbare Tarifbausteine, wie zum Beispiel Zahnzusatzleistung, ambulante und/oder stationäre Leistung. Diese Module lassen sich je nach Branche, durchschnittlichem Alter der Belegschaft oder Bedarf der Mitarbeitenden gezielt zusammenstellen. Das erhöht Relevanz und Akzeptanz.

3. Multiplikationseffekt clever nutzen

Begeisterte Unternehmen werden zu Botschaftern deiner Beratung – zum Beispiel in ländlichen Regionen oder in starken Unternehmernetzwerken. Ein erfolgreicher Abschluss kann schnell zum Schneeballeffekt führen: Empfehlungen, Folgegespräche und neue Kunden entstehen quasi nebenbei.

Die bKV als Einstieg in echte Beratung

Die betriebliche Krankenversicherung ist kein Nebenthema. Sie ist ein wirksames Mittel, um Personalbindung, Gesundheitskultur und Arbeitgeberattraktivität messbar zu stärken. Unternehmen, die hier aktiv werden, schaffen Vertrauen und punkten bei bestehenden wie potenziellen Mitarbeitenden.

Für dich als Makler oder Berater bietet die bKV den idealen Einstieg in bisher verschlossene Firmenwelten. Sie sorgt für Emotion, klare Mehrwerte und nachhaltige Mitarbeiterbindung. Vor allem öffnet sie Türen - zu kleinen und mittelständischen Betrieben wie auch zu großen Unternehmen.

Titelbild © Kimberly Elsholz

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Autor
Portrait von Kimberly Elsholz digitale Finanzberaterin für Selbstständige und Nomaden

Kimberly Elsholz

Kimberly Elsholz ist Gründerin der Finance Masters GmbH. Mit Entschlossenheit und Weitblick berät sie ihre Kundinnen und Kunden in allen Finanz- und Versicherungsfragen – unabhängig, klar und mit echtem Engagement.
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