Das Notfallmanagement müssen Makler im Vermittleralltag natürlich auch an den Kunden bringen. Vor allem kleinere Vermittlerbüros werden damit überfordert sein, selbst eigene Prozesse zu entwickeln und die erforderlichen Ansprechpartner und Experten – zum Beispiel für rechtliche Fragen – zu akquirieren und einzubinden.
Ohne Dienstleister geht es nicht
Um das Thema Notfallvorsorge kompetent abbilden zu können, braucht es Dienstleister, die das Thema in der Praxis umsetzen. Wir haben mit der optimal absichern GmbH einige der bekannteren Dienstleister am Markt getestet und waren damit nicht wirklich zufrieden: zu kompliziert die Prozesse, zu lange Wege und zu wenig Service für unsere Kunden und vor allem viel zu hohe Kosten.
Deswegen haben wir eine eigene Lösung entwickelt: das SAFEboard. Es ermöglicht unseren Kunden, ihre Vorsorgedokumente in einem Guss zu erstellen, zu unterschreiben und sie wieder zu hinterlegen. Dazu ergänzt der Kunde alle relevanten Informationen: von den Kontaktdaten seiner Vertrauenspersonen über die Vertragsunterlagen, die in einem Notfall wichtig sind, bis zu allen Dokumenten und Informationen, die der Kunde in einem Notfall für entscheidend hält. Alles das fließt zusammen im Notfallplan, den der Kunde an seine Vertrauenspersonen versenden kann. Damit findet der Kunde einen einheitlichen Prozess vor, an dessen Ende die perfekte Notfallplan steht – und der Makler verändert das Geschäftsmodell und das Ansehen bei den Kunden nachhaltig:
- planbare, stornofreie Einnahmen: Die Servicegebühr ist kein Provisionsmodell, sondern eine zusätzliche stabile Einkommensquelle.
- Kundenbindung durch langfristige Betreuung: Der Kunde bleibt eng mit dem Makler verbunden, was die Abwanderungsquote reduziert.
- Positionierung als Premium-Dienstleister: Statt nur Versicherungen zu vermitteln, wird der Makler als strategischer Berater wahrgenommen.
- mehr Umsatz durch Cross-Selling: Kunden, die in Notfallplanung investieren, erkennen auch die Notwendigkeit zusätzlicher Absicherungen.
Notfallplan für den Kunden – Geschäftsmodell für den Makler
Der Kunde kann mithilfe des Versicherungsmaklers seine Notfallplanung als erledigt ansehen. Für den Makler selbst hat das Engagement verschiedene Vorteile: Wer seinen Kunden nicht nur Versicherungen verkauft, sondern ihnen auch in Krisensituationen eine klare Struktur bietet, wird als verlässlicher Partner wahrgenommen – ein Plus für einen Versicherungsmakler, der ja häufig eher als lästige Notwendigkeit gesehen wird.
Und einmal erstellte Notfallpläne bedürfen regelmäßiger Aktualisierung, was für wiederkehrende Beratungstermine sorgt. Damit steigt die Chance, Versicherungsprodukten wie Berufsunfähigkeits-, Risikolebens- oder Pflegeversicherung mit der Notfallplanung zu verknüpfen.
Vor allem aber lässt sich die Notfallplanung im Rahmen von Service-Konzepten umsetzen und das bedeutet: Der Versicherungsmakler hat die Möglichkeit, einmalige oder wiederkehrende und stornofreie Service-Gebühren zu erzielen, wenn er die Begleitung bei der Notfallplanung als Extra-Service verkauft und das Portfolio um weitere Dienstleistungen wie Jahresgespräche, DIN-Analysen oder andere Angebote wie die GKV-Optimierung ergänzt.
Titelbild: Adobe Stock / Ivan Traimak
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